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Hilfskräfte in der häuslichen Pflege – Worauf sollte man achten?

Wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, stellt sich schnell die Frage: Wie kann die Betreuung zuhause organisiert werden? Viele Familien greifen auf Hilfskräfte zurück – sei es als Unterstützung im Alltag oder für die medizinische Versorgung. Doch nicht jede Hilfe ist gleich, und es gibt einige wichtige Punkte zu beachten, um Qualität und Sicherheit zu gewährleisten.
häusliche Pflegekraft umsorgt ältere pflegebedürftige Dame im eigenen zu Hause

Eine häusliche Pflegekraft zu engagieren will wohl überlegt sein. Aber mit Tipps und Tricks kann diese eine willkommene Entlastung für alle darstellen.


Wie beginnt man die Suche?

Am Anfang sollte eine Bedarfsanalyse stehen. Diese sollte mit allen Beteiligten erfolgen und am besten durch professionelle Kräfte durchgeführt werden. Wenn z.B. in absehbarer Zeit ein höherer Pflegebedarf zu erwarten ist, kann es sinnvoll sein bei der Auswahl der 24h Kraft direkt auf entsprechende Qualifikationen zu achten.

Wichtig: Es muss für alle Beteiligten passen! 

Am Ende spart man sich viel Zeit und Mühe, wenn man sich direkt jemanden sucht, mit dem es harmoniert. 

Welche Hilfskräfte gibt es für die häusliche Pflege?

Nicht jede pflegebedürftige Person benötigt rund um die Uhr professionelle Pflege. Je nach Bedarf gibt es verschiedene Arten von Hilfskräften: 

Haushaltshilfen

- Unterstützung im Haushalt (Einkaufen, Kochen, Putzen, Wäsche)
- Keine pflegerischen Tätigkeiten
- Finanzierung möglich über Pflegegrad und Entlastungsbetrag

Ambulante Pflegekräfte

- Medizinische Betreuung (Medikamentengabe, Wundversorgung, Körperpflege)
- Werden von Pflegediensten gestellt und kommen 1–3-mal tägl. vorbei
- Kostenübernahme durch die Pflegekasse möglich

Betreuungskräfte (z. B. 24-Stunden-Pflege)

- Hilfe im Alltag, Begleitung zu Terminen, Unterstützung bei der Mobilität
- Oft von osteuropäischen Agenturen vermittelt
- Finanzierung privat oder über Pflegeleistungen

Diese Betreuungskräfte leben oftmals mit im eigenen Zuhause oder einer nahegelegenen Wohnung, dies gilt es vorher zu planen!

Wichtig: Je nach Aufgabenbereich müssen Hilfskräfte bestimmte Qualifikationen haben. Pflegefachkräfte haben eine medizinische Ausbildung, während Betreuungskräfte eher im Alltag unterstützen.

Worauf sollte man bei der Auswahl achten?

Seriöse Vermittlung & rechtliche Absicherung

Vorsicht bei Schwarzarbeit! Wer eine Hilfskraft privat anstellt, trägt die Verantwortung für Sozialabgaben und Versicherung. Seriöse Pflegedienste oder Agenturen übernehmen diese Pflichten.

Tipp: Wie kann man eine seriöse Vermittlungsagentur erkennen?

Seit 2021 gibt es eine DIN-Norm für Vermittlungsagenturen. Achten Sie bei der Auswahl des Dienstleisters auf die DIN SPEC 33454. Unternehmen, die nach der DIN-Norm zertifiziert sind, kümmern sich anhand Ihres Bedarfs um eine passende Betreuungskraft und sind jederzeit bei Problemen erreichbar. 

Wer lieber eigenständig suchen möchte, findet über die sozialen Medien oder spezielle Internetseiten entsprechende Angebote. Man kann hier Glück haben und eine gute Betreuungskraft finden, aber hier ist Vorsicht geboten. Geben Sie niemals persönliche Daten, Telefonnummern oder Kontodaten an jemanden weiter, der Sie im Internet danach fragt!

 

Wie gehe ich vor, um eine passende Hilfskraft zu finden?

Qualifikation & Erfahrung prüfen

  • Welche Ausbildung hat die Hilfskraft?
  • Gibt es Referenzen oder Bewertungen?
  • Spricht sie ausreichend Deutsch für die Kommunikation?

Tipp: Eine Probearbeit oder ein persönliches Kennenlernen hilft, Missverständnisse zu vermeiden.

Aufgaben & Erwartungen klar definieren

  • Welche Tätigkeiten soll die Hilfskraft übernehmen?
  • Wie viele Stunden pro Woche wird Unterstützung benötigt?
  • Wer ersetzt die Hilfskraft falls diese kurzfristig ausfallen sollte?
  • Braucht die Hilfskraft eine Unterkunft (z. B. bei 24h-Pflege)?

Tipp: Ein schriftlicher Vertrag gibt beiden Seiten Sicherheit!

Finanzierung & Unterstützung durch die Pflegekasse

Welche Kosten können übernommen werden?
- Pflegesachleistungen für ambulante Pflegekräfte
- Entlastungsbetrag (125 € monatlich) für Haushaltshilfen
- Verhinderungspflege zur finanziellen Unterstützung bei einer privaten Betreuung

Tipp: Nutzen Sie alle finanziellen Hilfen, um Kosten zu reduzieren!